The Tabernacle

Creating 'spaces' to experience the presence of God

Der 7. September

   Ein ganz normaler Tag???
Helen & Ich wohnten in München, im Haus der Prinzessin.  Eines schönen Morgens, nachdem wir aufgestanden waren, fühlten wir, daß wir in die Innenstadt fahren sollten.  Wir waren schon lange nicht mehr dort gewesen, also dachten wir, “warum nicht?”.  Also bereiteten wir uns darauf vor zu gehen.  Sollten wir mit dem Auto fahren, oder doch lieber den Zug nehmen?  Es regnete ein wenig, also entschieden wir uns dazu den Zug zu nehmen.  Wir schauten auf den Fahrplan und verliessen dann das Haus.  Als wir beim Bahnhofs Parkplatz ankamen konnten wir keinen freien Platz finden.  Also fuhren wir immer wieder im Kreis herum.  Nach einer Weile fuhren wir eine andere Strasse hinunter und fanden schließlich einen Parkplatz, der ca. 10 Minuten zu Fuß vom Bahnhof entfernt war.  Es regnete mitlerweile sehr stark.  Wir saßen im Auto und fragten uns wieder: “Sollen wir nicht doch lieber mit dem Auto in die Stadt?”  Ich fasste die Entscheidung das Auto zu nehmen und fuhr los.  Als ich nur eine Strasse vom Bahnhof entfernt war sagte eine innere Stimme in mir: “Du hast dich falsch entschieden, nehmt den Zug.”
Also, beim nächsten Kreisel kehrte ich um, zurück zum Bahnhof, wieder im Schneckentempo vorbei an den Strassenbauarbeiten.  Ich wusste, das der nächste Zug schon bald abfahren würde.  Auf einmal kam ein Fahrradfahrer vom Bürgersteig auf die Strasse, genau vor mir.  Ich fuhr also jetzt mit ca. 2 km/h die Straße entlang, hinter dem Fahrradfahrer her, obwohl der Bürgersteig leer war.  Als wir dann beim Parkplatz ankamen, sahen wir den Zug Richtung Innenstadt abfahren.  Dies war bereits der zweite Zug den wir verpasst hatten.  Aber wie auch immer, dieses mal fanden wir einen Parkplatz genau vor dem Eingang des Bahnhofs, der nur auf uns wartete.  Wir parkten unser Auto, und zogen uns, ohne jede Eile, ein Ticket.  Dann setzten wir uns auf eine Bank, um auf den nächsten Zug zu warten.  Es war fast schon Mittag.  Wir hatten so viel Zeit verschwendet, auf der Suche nach einem Parkplatz, so daß der Morgen nur so vorbeigeflogen war.  Hatten wir Gott wirklich richtig gehört?  Sollten wir überhaupt in die Stadt fahren?  Es kam uns so vor, als ob alles gegen uns war.
Letztendlich kam der Zug, und wir fuhren in die Stadt.  Helen & Ich konnten uns nur nicht entscheiden, an welcher Station wir aussteigen sollten.  Unsere Frustration stieg weiter an.  Soviel Frustration waren wir nicht gewohnt, von Zeiten, in denen wir vom Heiligen Geist geführt werden wollten.  Wir stiegen beim Marienplatz aus, nur um festzustellen, daß wir doch besser zum Hauptbahnhof fahren sollten.  Wir nahmen also die nächste U-Bahn zum Hauptbahnhof.  Wir hatten hunger und entschlossen uns belegte Brötchen zu kaufen.  Nachdem wir durch den gesamten (riesigen) Bahnhof gelaufen waren, fanden wir endlich eine gute Bäckerei beim Haupteingang.  Jetzt hatten wir unsere Brötchen, aber wir konnten uns nirgends hinsetzen, um zu essen.  Überall waren nur super beschäftigte Leute.  Nach einer Weile fanden wir auf der anderen Seite der Strasse, zu der wir durch eine Unterführung hindurch gelangten, eine sehr ungemütliche Stange, auf die wir uns dann setzten.  Nicht perfekt, aber es war gut genug, um schnell unsere Brötchen zu verspeisen.  Als wir dort saßen und gerade einmal zwei Bissen von unserem Brötchen genommen hatten, hielt genau vor unserer Nase ein Reisebus, und der Bürgersteig füllte sich mit Touristen.  Wir wurden so zu sagen zerquetscht von ihnen.  Ich sah hinüber zu der Bushaltestelle, wo die Busse normalerweise anhalten, aber zwei weitere Busse waren dort, weshalb dieser Bus genau vor unserer Nase halten musste.  Was für ein Tag!
Dann hörten wir plötzlich aus dieser Menschenmenge ein “Hallo Mark & Helen”.  Und aus dem Bus steigen zwei Bekannte von uns, aus der 250 km von München entfernten TOS Gemeinde.  Eine von beiden (Petra) erzählte uns, daß sie gehofft hatte uns an dem Tag in München zu treffen (München hat über 3 Millionen Einwohner).  Sie hatte auch Gott gebeten, daß sie Zeit mit uns verbringen könne, und erklärte, daß ihr Gott in der Dusche gesagt hatte, daß Er es einrichten würde.  Sie war so ermutigt, daß sie Gott gehört hatte, und hier waren wir!
Petra erzählte uns weiter wie sie gespürt hatte, daß Gott wollte, daß sie und ihre Tochter ihren Urlaub in München verbringen sollten, und wie Gott mit ihr über ihre Zukunft redete.  Es war sehr ermutigend für uns alle.  Nachdem sie gegangen waren, dachte ich nochmal über alles nach:  Der Mann auf dem Fahrrad, kein Parkplatz, Regen als wir gerade zu Fuß gehen wollten, schönes Wetter in der Innenstadt, die Probleme was zu essen und einen Platz zum sitzen zu finden…  Gott hatte uns genau zu diesem Ort geführt, genau zu dieser Zeit, und den Bus 80 Meter vor der Haltestelle zum Halten gebracht, nur weil Er ein paar Leute ermutigen wollte, daß sie Ihn gehört hatten, und daß Er sich um sie kümmert.  Herr, Du kannst uns jederzeit auf diese Art und Weise benutzen.  Mögest Du Deinen Weg haben!

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